Wantan Suppe

Suppen und Eintöpfe passen immer perfekt zur Winterzeit. Die herzhafte Wantan Suppe (Chin. 馄饨汤, auch Wonton) mit zarten Teigtaschen ist aus der chinesischen Küche nicht wegzudenken. Die Zubereitung ist relativ simpel. In China sind die frischen Teigblätter überall erhältlich, man braucht nur noch die Füllung herzustellen, einwickeln und eine kräftige Brühe dazu. Man muss hierzulande nicht auf die leckere Suppe verzichten.


Zutaten (ca. 40 Wantan/ 4 Portionen):

1 Packung Teigblätter (TK)

Für die Füllung:
Schweinehackfleisch 250 g
Rohe Shrimps 80 g
Daumengroßes Stück Ingwer
2 Frühlingszwiebeln
Helle Sojasauce 2½ EL
Reiskochwein 1 EL
Sesamöl 1 TL
1 Ei
Etwas Pfeffer

Für die Suppe:
1½ Liter Brühe (z. B. Gemüse oder Huhn)
1 Ei
1 Frühlingszwiebel, fein geschnitten
Etwas Seetang, in Streifen geschnitten
Etwas Blattgemüse wie Spinat, blanchiert

Zubereitung:

Garnelen auftauen, putzen und klein hacken. Ingwer von der Haut befreien und sehr fein hacken. Frühlingszwiebeln putzen und in feine Scheiben schneiden.

Das Ei zum Garnieren wird geschlagen und mit Salz gewürzt. 1 TL Öl in der Pfanne mit einem Pinsel verteilen, erhitzen, die Eiermasse langsam hinein gießen, die Pfanne schwenken, gleichmäßig verteilen, sodass ein schöne runde Form wie ein dünner Pfannkuchen entsteht. Beidseitig goldgelb braten und dann abkühlen lassen, rollen und zu dünnen Streifen schneiden. Beiseite stellen.

Alle Zutaten für die Füllung in einer Schüssel verrühren, dabei darauf achten, dass immer in eine Richtung gerührt wird, damit die Füllung zu einer einheitlichen glatten Masse wird. Die Konsistenz der Füllung soll ähnlich der rohen Bratwurst sein, man kann dabei ruhig ein paar Esslöffel kaltes Wasser hinzugeben – nicht auf einmal zu viel, sondern löffelweise, nur so viel, dass es von der Masse gut aufgenommen wird.


Nun werden die Wantans gewickelt. Es gibt viele verschiedene Arten, eine einfachere wird hier vorgestellt. 1 TL Füllung auf ein Blatt geben, mittig zuklappen, so dass die zwei Spitzen knapp neben einander liegen. Die Füllung durch leichtes Drücken des umgebenden Wantanblattes einschließen. Den gefüllten Teil leicht nach vorne kippen, die äußeren zwei Spitzen nach hinten mit ein wenig Wasser und etwas Druck überlappend fest kleben.

Einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen, die Wantans hineingeben, dabei drauf achten dass sie nicht am Boden kleben. Nicht zu viel auf einmal kochen, sie sollten lose schwimmen. Wenn das Wasser erneut kocht, Hitze reduzieren, weitere 3-4 Minuten köcheln lassen, bis die Wantans durchgegart sind.

Während dieser Zeit Brühe erhitzen. Die gegarten Wantans mit einem Nudelsieb aus dem Kochtopf in eine Schüssel geben, heiße Brühe darüber gießen, mit Eierstreifen, Frühlingszwiebel, Seetang und Spinat garnieren.

Tipps:

Die fertigen rohen Wantans lassen sich problemlos einfrieren. Dafür werden sie zuerst einzeln flach auf eine Platte gelegt, die mit einer Frischhaltefolie belegt ist, im Tiefkühlschrank einige Stunden gefroren. Dann können sie im Beutel luftdicht verpackt einige Wochen tiefgekühlt aufbewahrt werden. Beim Weiterverarbeiten braucht man sie nicht auftauen, sondern gleich ins kochende Wasser geben.

Weiterlesen

Bibimbap (비빔밥)

Hinter dem etwas lustig klingenden Namen „Bibimbap“ steckt nichts anderes als ein weit verbreitetes koreanisches Gericht mit sautiertem Gemüse, Fleisch und einem Ei auf gekochtem Reis, gewürzt mit roter fermentierter Chilibohnenpaste Gochujang. Bibim (비빔) bedeutet gemischt, Bap (밥) bedeutet Reis. Bibimbap ist wirklich ein Gute-Laune-Essen, allein die bunten Farben sorgen schon für gute Stimmung und Appetit, obendrein ist es gesund und köstlich.

Zutaten (2 Portionen):

120 g Rundkornreis
½ Salatgurke
1 Zucchini
1 Karotte
1 rote Paprika
200 g Spinat
4 Shiitakepilze, eingeweicht
250 g Rinderfilet oder -hüfte
(Marinade: 1 ½ EL dunkle Sojasauce, 1 EL Mirin, 1 TL Stärke, ein paar Tropfen Sesamöl)
2 Knoblauchzeh, klein gehackt
2 Eier
1 EL geröstete Sesamkörner
2-3 EL Samjang (gewürzte Gochujang)

Zubereitung:

Reis nach Anweisung al dente garen.

Rindfleisch in Streifen gegen die Faser schneiden und in die Marinade einlegen.

Währenddessen Gurke, Zucchini, Karotte, Paprika und Shiitake in dünne Streifen bzw. Scheiben schneiden oder hobeln. Gurke und Zucchini mit einer Prise Salz ca. 10 Minuten Wasser entziehen lassen und ausdrücken. Spinat waschen und trocken schleudern. Alle Gemüse und Pilze nach einander mit ein wenig Öl kurz bei hoher Temperatur anbraten und leicht salzen. Durch das separate Sautieren gewinnen die Gemüse an intensiven Geschmack, da es auch ziemlich schnell geht, behalten sie ihre bunte Farbe und zudem bleiben sie bissfest.

2 EL Öl in der Pfanne erhitzen, den gehackten Knoblauch hinein geben und anrösten, das marinierte Fleisch dazu, ca. 1-2 Minuten bei hoher Hitze unter Rühren braten.

Spiegeleier braten, dabei beachten, dass die Eigelbe nicht fest werden.

Nun geht es ans Anrichten, das geht am besten portionsweise. Eine Portion Reis in eine große Schüssel geben, Gemüse und Fleisch neben einander auf dem Reis hübsch drapieren, ein Spiegelei oben mittig legen, mit Sesamkörnchen bestreuen, mit Samjang zusammen servieren.

So wird’s gegessen. Das flüssige Eigelb mit Samjang in der Schüssel zuerst verrühren und alles vermischen, je nach Belieben kann man noch ein wenig Sesamöl unterrühren. Das ist eine vereinfachte Version von Bibimbap, die Anzahl und Sorten des verwendeten Gemüses können auch nach Belieben variieren.

Bei der klassischen Version wird der Reis in einem Stein- oder Tontopf über dem offenen Feuer angebacken, sodass unten eine goldgelbe leckere Reiskruste entsteht. Dafür wird der Steintopf mit etwas Sesamöl bepinselt, der Reis hinein gegeben, auf dem Reis die zubereiteten Gemüse gelegt und erhitzt. Ansonsten ist alles wie bereits oben erwähnt. Wenn man die klassische Version ausprobieren will, geht es auch mit einem schweren Topf z.B. aus Gusseisen mit Deckel auf dem Herd, bepinselt mit ein wenig Sesamöl, alles bei kleiner bis mittlerer Hitze ca. 10-15 Minuten anbacken lassen, bis es leicht knistert.

Tipps:

  1. Beim Sautieren der Gemüse nur hitzebeständiges Öl wie Erdnuss- oder Sojaöl verwenden. Sesamöl ist zwar sehr lecker, bei sehr hoher Temperatur entwickelt sich aber ein bitterer Geschmack, unabhängig von der Qualität des Sesamöls.
  2. Nach Belieben können Gemüse roh oder blanchiert verwendet werden, wenn man Zeit und Kalorien sparen will.
Weiterlesen

Kung Pao Chicken

Kung Pao Huhn (Chin. 宫保鸡丁), auch genannt Gong Bao oder Kung Po, gehört zu den bekanntesten klassischen Gerichten in der chinesischen Küche. Hauptzutaten sind Hähnchenfleisch, verschiedene Gemüse und Erdnüsse, geschmacklich ist das Gericht geprägt durch herzhafte Sojabohnenpaste bzw. -soße mit einer pikanten Note von Chili und Szechuan-Pfeffer, zudem ist es leicht süßsauer. Nicht nur die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Aromen sondern auch die gegensätzlichen Texturen der Zutaten – zartes Hühnerfleisch kombiniert mit knackigen Erdnüssen machen das Gericht einzigartig.

Zutatenliste (ca. 3 Portionen):

Hauptzutaten:

Hähnchenbrustfilet 400 g
1 grüne Paprika
1 Porree
1 frische rote Chili
100 g Erdnüsse
Etwas Öl zum Rösten der Erdnüsse
3 EL Erdnussöl
1 TL Szechuanpfeffer
3 getrocknete Chilis
1 EL Chili-Bohnen Sauce
1 TL frischer Ingwer fein gehackt
3 Knoblauchzehen fein gehackt

Marinade:

2 EL Helle Sojasauce
1 EL Reiswein
1 EL Stärke

Sauce:

2 EL Helle Sojasauce
2 EL Chinkiang Essig
1 EL Zucker
1 EL Stärke
50 ml Wasser

Zubereitung:

Hähnchenfilet in kleine Würfel (ca. 1,5 cm) schneiden, in Marinade 30 Minuten ziehen lassen.

Paprika, Porree, Chili ebenfalls klein schneiden. Falls die Schärfe nicht erwünscht, die weißen Kerne der Chili entfernen. Erdnüsse in Öl goldbraun rösten und abtropfen lassen. Die Sauce anrühren und beiseite stellen.

3 EL Erdnussöl, Szechuanpfeffer, getrocknete Chilis im kalten Wok langsam erhitzen, sobald die Chilis braun werden, alles raus nehmen bis auf das aromatisierte Öl. Klein gehackten Ingwer und Knoblauch sowie Chili-Bohnen Sauce darin anbraten, bis es gut duftet. Hähnchenfilet dazu geben, unter ständigem Rühren bei starker Hitze 2 Minuten braten. Das Gemüse unterrühren, kurz anbraten, die Sauce hinzu, weitere 2-3 Minuten köcheln, zum Schluss die gerösteten Erdnüsse dazu geben und heiß servieren.

Weiterlesen

Wakame Salat

Zuerst Euch ein frohes gesundes und genussvolles neues Jahr 2018!

Nach den genussreichen Festtagsessen ist ein knackiger Wakame Salat bestimmt für viele sehr wohltuend, denn das Seegras bzw. die Seealgen sind kalorienarm, aber sehr reich an wasserlöslichen Ballaststoffen und Mineralien wie Jod, die die Verdauung und den Stoffwechsel auf Trab bringen – kein schlechter Start in das neue Jahr. Das wertvolle Gemüse aus dem Meer gehört ohne Zweifel zu der gesunden zeitgemäßen Ernährung, gut zubereitet, schmeckt es auch sehr lecker.

Zutaten:

20 g getrockneter Seetang
100 g Rettich
1 Karotte
½ Salatgurke
½ Zwiebel
2 EL geröstete Sesamkörner
2 EL Sojasauce
2 EL Reisessig
1 EL Sesamöl
1 EL Olivenöl
1 TL Zitronensaft
1 TL Chiliflocken (optional)

Zubereitung:

Seetang in lauwarmem Wasser 15 Minuten einweichen. Während dieser Zeit Rettich, Karotte, Gurke und Zwiebel schälen und in dünne Streifen schneiden oder hobeln. Das Dressing zusammen anrühren.

Den Seetang aus dem Wasser nehmen und gut ausdrücken, in mundgerechte Stücke schneiden, mit den geschnitten Gemüse zusammen mischen, das Dressing darüber gießen, 15 Minuten ziehen lassen. Eventuell mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker abschmecken. Vor dem Servieren die gerösteten Sesamkörner drüber streuen.

Weiterlesen

Frühlingsrolle

Frühlingsrollen sind ein beliebtes Finger-Food, ob für Partys oder als Snack für Zwischendurch, ob mit Gemüse oder mit Fleisch bzw. Garnelen gefüllt, sind sie immer köstlich. Die Zubereitung ist leicht und schnell.

Zutaten (ca. 24 Rollen):

2 Karotten
200 g Spitzkohl
6 Stück getrocknete Shiitake Pilze
5 g getrocknete Mu-Err Pilze
100 g Glasnudeln
2 EL Helle Sojasauce
1 EL Austernsauce
Blätter für Frühlingsrollen
Dipp: Chilisauce

Zubereitung:

Shiitake und Mu-Err Pilze mindestens eine Stunde in kaltem Wasser einweichen, am besten über Nacht. Das Einweichwasser von Shiitake aufbewahren. Glasnudeln in lauwarmem Wasser 15 Minuten einweichen. Karotten, Spitzkohl, Shiitake und Mu-Err in feine Streifen schneiden, Glasnudeln etwas kürzen.

1 EL Öl in der Pfanne erhitzen, Shiitake darin anbraten, dann Karotten, Mu-Err Pilze und Spitzkohl hinzufügen, kurz anschwenken. Das Einweichwasser der Shiitake (ca. 60 ml, ohne Satz) dazu geben, mit Sojasauce und Austernsauce würzen. 2-3 Minuten köcheln, anschließend Glasnudeln untermischen, mit Salz und ein Prise Zucker abschmecken. Die Gemüsefüllung etwas abkühlen lassen.

Die Frühlingsrollenblätter einzeln diagonal auflegen, 2 EL Füllung auf die untere Hälfte geben, einwenig einrollen, die zwei Seitenspitzen einklappen und dann zusammenrollen. Um die Rolle dicht zu verschließen wird die Spitze mit Ei bestrichen und festgeklebt.

Im tiefen Öl werden die Frühlingsrollen 1-2 Minuten goldbraun frittiert und mit Chilisauce serviert.

Frühlingsrolle

Weiterlesen